maunawai.info

Fragen & Antworten

Was diese Seite zeigt, woher die Zahlen kommen und wo ihre Grenzen liegen. Ausführlicher steht das in der Methodik.

Zu den Daten

Woher stammen die Werte auf maunawai.info?
Aus den Pflichtveröffentlichungen der Wasserversorger. Jeder Betreiber einer zentralen Wasserversorgungsanlage muss seine aktuellen Analyseergebnisse nach § 46 der Trinkwasserverordnung im Internet bereitstellen — meist als PDF-Analysebericht oder Tabelle auf der eigenen Website. Diese Dokumente lesen wir aus und stellen die Werte unverändert dar, mit Link auf das Originaldokument, Ausgabestand und Abrufdatum. Für Österreich stammen die Werte aus der Österreichischen Trinkwasserdatenbank von Gesundheitsministerium, ÖVGW und AGES, in die Versorger freiwillig einmelden.
Sind die Angaben amtlich?
Nein. maunawai.info ist ein privates Informationsangebot und strukturiert öffentlich zugängliche Daten. Massgeblich ist immer die Originalveröffentlichung des Versorgers, die an jedem Wert verlinkt ist. Die verbindliche Überwachung des Trinkwassers liegt bei den Gesundheitsämtern; verbindliche Auskünfte erteilen Ihr Versorger und Ihr Gesundheitsamt.
Wie aktuell sind die Werte?
Die meisten Versorger veröffentlichen ihre Analysen jährlich, typischerweise im ersten Quartal; einige quartalsweise oder öfter. Nach § 46 Trinkwasserverordnung dürfen die bereitgestellten Werte nicht älter als ein Jahr sein. Wir prüfen die Quellen monatlich auf neue Ausgaben. Bei jedem Wert steht der Ausgabestand des Berichts und das Datum, an dem wir ihn abgerufen haben — den Ausgabestand entnehmen wir dem Dokument selbst, nicht dem Dateinamen, denn der ist in der Praxis oft veraltet.
Warum finde ich meine Postleitzahl nicht?
Weil wir für sie noch keine geprüfte Zuordnung haben. Erfasst sind derzeit 5.654 deutsche und 185 österreichische Postleitzahlen mit 360.063 Messwerten von 2.373 Versorgern; der Bestand wächst monatlich. Wo wir nichts haben, zeigen wir nichts: keine Näherungswerte, keine Platzhalter, keine Werte einer Nachbarzone. Ein Teil der Lücken hat einen anderen Grund — manche Versorger schliessen automatisiertes Auslesen ihrer Website technisch aus, und wir übernehmen keine Daten gegen den erklärten Willen des Anbieters. In diesem Fall steht das auf der Seite der Postleitzahl, mit Link auf die Original-Analysen des Versorgers.
Was bedeutet der Härtebereich weich, mittel oder hart?
Er sagt, wie viel Calcium und Magnesium im Wasser gelöst sind. Die Einteilung stammt aus dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz und dient der Dosierung von Waschmitteln: weich unter 8,4 °dH, mittel 8,4 bis 14 °dH, hart darüber. Der Härtebereich ist kein Qualitätsurteil — für die Wasserhärte gibt es keinen Grenzwert in der Trinkwasserverordnung.
Gilt für PFAS im Trinkwasser ein Grenzwert?
Ja. Für die Summe von 20 PFAS-Einzelstoffen gilt seit dem 12. Januar 2026 ein Grenzwert von 0,1 µg/l. Ab dem 12. Januar 2028 kommt für die Untergruppe PFAS-4 ein strengerer Grenzwert von 0,02 µg/l hinzu; ob dieser eingehalten wird, lässt sich aus einem veröffentlichten Summenwert für PFAS-20 nicht ableiten. Wo ein Versorger PFAS-Werte publiziert, zeigen wir sie mit dieser Einordnung an. Ein Wert unterhalb der Bestimmungsgrenze ist dabei nicht mit „PFAS-frei" gleichzusetzen.
Was heisst „unter der Bestimmungsgrenze"?
Die Bestimmungsgrenze ist der kleinste Gehalt, den ein Labor mit dem verwendeten Verfahren zuverlässig beziffern kann. Steht im Bericht „< 0,01 µg/l", heisst das: der Stoff wurde unterhalb dieser Grenze nicht quantifiziert. Das ist weder eine Null noch ein Nachweis der Abwesenheit. Wir übernehmen solche Angaben deshalb wortgetreu und rechnen sie nie in eine Zahl um; in der Ausschöpfungs-Spalte steht dann eine Obergrenze statt eines Balkens.
Was bedeutet es, wenn ein Wert über dem Grenzwert liegt?
Eine Grenzwertüberschreitung ist ein meldepflichtiges Ereignis, das die Gesundheitsämter überwachen. Sie bedeutet nicht automatisch eine Gesundheitsgefahr: die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung enthalten Sicherheitsmargen, und die Bewertung im Einzelfall obliegt dem Gesundheitsamt. Wir zeigen Überschreitungen so, wie sie im Quelldokument stehen, mit Datum und mit der Anmerkung des Versorgers, sofern er eine dazugeschrieben hat. Werte unterhalb des Grenzwerts gelten nach Trinkwasserverordnung als unbedenklich, auch dicht darunter.
Warum steht bei Blei, dass die Hausinstallation nicht erfasst ist?
Weil unsere Daten am Wasserwerk beziehungsweise an der Versorgungszone enden. Blei stammt heute fast ausschliesslich aus alten Hausinstallationen, nicht aus dem Netz des Versorgers. Der Grenzwert liegt derzeit bei 10 µg/l und sinkt zum 12. Januar 2028 auf 5 µg/l; verbliebene Bleileitungen sind nach Trinkwasserverordnung auszutauschen. Auskunft zur Installation im Gebäude geben Eigentümer oder Hausverwaltung, Gewissheit bringt eine Untersuchung durch ein akkreditiertes Labor oder das Gesundheitsamt.
Wie zuverlässig ist die maschinelle Auswertung der Analyseberichte?
Die Werte werden von einem KI-Sprachmodell aus den Berichten übertragen — es liest ab, es interpretiert nicht: Angaben wie „< 0,001" oder „nicht nachweisbar" bleiben wortgetreu stehen, Einheiten-Umrechnung und Parameter-Zuordnung erledigt anschliessend fester Programmcode. Jedes Dokument wird zweifach unabhängig ausgewertet; Abweichungen und auffällige Werte gehen in eine menschliche Prüfung und erscheinen erst nach Freigabe. In der Validierung vor dem Start lagen 98,6 % von über 1.100 stichprobengeprüften Feldern aus 26 Dokumenten korrekt vor. Fehler bleiben möglich — im Zweifel gilt das verlinkte Original.
Wer betreibt maunawai.info, und beeinflusst das die Darstellung?
Betreiberin ist die MAUNAWAI Schweiz GmbH, die Wasserfilter herstellt. Wir verstecken dieses Interesse nicht, sondern arbeiten dagegen an: keine Produktwerbung im Datenbereich, keine Kaufempfehlung aus einem Messwert, keine Verlinkung von Analysewerten auf Produkte. Und die ehrliche Gesamteinordnung vorweg: deutsches Leitungswasser gehört zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln, weit über 99 % aller Proben halten die Grenzwerte ein. Dieses Portal existiert, weil die veröffentlichten Daten schwer auffindbar sind — nicht, weil das Wasser schlecht wäre.
Darf ich die Daten weiterverwenden?
Die Zuordnungstabelle Postleitzahl ↔ Versorgungszone basiert auf OpenStreetMap-Daten und steht unter der Open Database License offen zur Verfügung, auch als Download über die API; Attribution: „© maunawai.info / © OpenStreetMap contributors". Die Analysewerte selbst sind Fakten aus den Veröffentlichungen der Versorger — bei Verwendung bitte Versorger, Ausgabestand und Abrufdatum mitnennen und auf das Originaldokument verweisen. Für die aufbereitete Datenbank über die API gilt ein kostenloser Zugang auf Antrag.
Ich habe einen falschen Wert gefunden — was jetzt?
Bitte schreiben Sie an kontakt@maunawai.info, gern mit Link auf die Seite und auf das Originaldokument. Wir prüfen jede Meldung gegen die Quelle und korrigieren zeitnah. Das gilt ausdrücklich auch für Versorger, deren Daten hier unvollständig oder falsch zugeordnet dargestellt sind. Messwerte werden bei uns nie überschrieben: eine Korrektur erzeugt einen neuen Stand, das archivierte Originaldokument bleibt erhalten.

Frage nicht dabei? kontakt@maunawai.info — wir nehmen häufige Fragen hier auf.